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Trainingslager Tossa, Spanien

Pech oder Glück im Unglück?

Wie schon in den vergangenen Jahren reiste ich nach Tossa, um als Leiter für Eizinger Sport zwei Dua-Triathlonwochen zu leiten. Als ich hinunter reiste, fühlte ich mich schon sehr gut in Form und war sehr zuversichtlich für die Powerman-EM in Holland. Mein Ziel war es, in Tossa die Form zu konservieren und noch ein paar gezielte Schwerpunkttrainings zu absolvieren. Das Wetter zeigte sich leider für Spanien eher von der nasskalten Seite, aber mit einer sehr guten Stimmung in der Gruppe war dies nicht gross störend. So hatten wir doch noch ein paar Sonnenstrahlen und konnten von den ausgezeichneten Rahmenbedingungen profitieren. Gegen Ende des Camps absolvierten wir ein hartes Wechseltraining, welches mir zum Verhängnis werden sollte...

Die Strasse raus aus Tossa war praktisch verkehrsfrei und eigentlich ungefährlich. Trotzdem überfuhr ein Autofahrer von einer vertieften Kiesstrasse auf einen Kreisel kommend den Stopp und ich hatte auf der regennassen Strasse keine Chance auszuweichen oder zu bremsen. Mit grosser Wucht prallte ich seitlich in das Auto und realisierte alles erst wieder, als ich mit Schmerzen vor dem Auto auf dem Boden lag. Ich blieb eine Zeit lang liegen und überlegte, was an mir wohl alles kaputt sein könnte. Meine Kollegen, die rasch herbeieilten, halfen mir aufzustehen und mich auf die Seite zu bringen. Da mein Rücken stark schmerzte und die Schnittwunde beim Knie tief aussah, verständigten sie den Krankenwagen und die Polizei. Im örtlichen Spital wurden dann die Wunden versorgt, die sich zum Glück nicht als so gravierend herausstellten. Die Prellungen spüre ich aber sehr stark, vor allem die am Rücken. Ohne Schmerzmittel könnte ich mich nicht bewegen und an Sport ist im Moment nicht zu denken. In einer Woche ist ja bereits die EM in Holland, was ich im Moment sehr skeptisch sehe. Werde die nächsten Tage aber mal abwarten und mich mitte nächster Woche entscheiden. Das Fahrrad ist leider auch nicht mehr einsatzbereit und ich tendiere auf Totalschaden. Sehr überrascht war ich, als mich die Polizei einen Tag später nochmals aufsuchte und mich nach dem Sachverhalt befragte. Der Spanische Autofahrer gab an, von einer ganz anderen Richtung gekommen zu sein!!!? Zum Glück hatte ich genügend Zeugen und die Indizien waren eindeutig klar. So hoffe ich zumindest...

Trotz allem hatte ich grosses Glück und dieser Vorfall wird nur die unmittelbar nächsten Wettkämpfe betreffen. Trotzdem ist es natürlich immer schwer, mit so einer Situation kurz vor einem Highlight umzugehen und ich kann im Moment nur auf eine schnelle Genesung hoffen.

Euer Andy