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Auf der Heimreise

Schon bin ich wieder auf dem Weg zurück in die Schweiz und ich darf auf gute drei Trainingswochen zurückblicken. Es lief so, wie ich mir das vorgestellt hatte und ich freue mich, nach dieser intensiven Zeit auf einige ruhigere sportliche Tage.

Meine Tour nach Chiang Rai war sehr gut, obwohl ich nach den jeweils 190 Kilometern An- und Abreise mit Rad und Rucksack recht müde war. Die Erlebnisse, die ich bei solchen Touren durch ein Land mitnehmen, sind unbeschreiblich und bleiben in sehr guter Erinnerung. Viele haben mich auch angesprochen, ob es nicht gefährlich ist, sich in Nordthailand dem Strassenverkehr auszusetzen. Die erste Umstellung ist der Linksverkehr. Ansonsten fühlte ich mich stets sehr sicher. Dadurch, dass es sehr viele Motorräder gibt, sind sich die Leute den Umgang mit Zweirädern gewohnt. Bei einer Einfahrt darf man jedoch nicht damit rechnen, dass die Autos anhalten, sondern es wird dem einfahrenden Fahrzeug Platz gemacht und alles läuft recht fliessend, was Gewöhnungssache ist, jedoch praktisch gut funktioniert. Bei den Ampeln hat es meist einen Countdown, der retour zählt, wie lange es noch rot oder grün bleibt. Da weiss man gleich ob es sich noch lohnt zu sprinten oder ob man sich bei Rot kurz verpflegen darf. In der näheren Stadtumgebung halten meist so 15 Motorräder an einer Ampel, die zwischen 40 und 80 Km/h fahren. Da kommt auch immer etwas Ehrgeiz auf, mit welchem man mithalten kann.

Ein besonderes Erlebnis war es auch, am Sonntagmorgen früh den Hausberg von Chiang Mai, den Doi Sutheb, zu erklimmen. Da waren stets so viele Radfahrer unterwegs, dass man alle paar Meter einen überholte. Jeden Sonntagmorgen erklimmen diesen Berg weit über 100 Radfahrer, die meisten sind Einheimische oder aber Ausländer, die in Chiang Mai wohnen. Mit etwas Wehmut verlasse ich meine Trainingsstätte und weiss, dass ich vieles von hier vermissen werde.

Freue mich aber auch wieder auf mein Umfeld zuhause und auf die anrückende Wettkampfsaison.

Beste Grüsse Andy