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Klagenfurt oder Zürich

1. Sieg im 2015

Kurz gesagt, es gab Probleme beim Bestellen der Ironman Pro Lizenz und danach beim Anmelden für den Ironman Klagenfurt. Der Fehler lag nicht nur bei mir, aber die Leute von der Amerikanischen Ironman Federation sind stur und eine Anmeldung war nicht mehr möglich. Somit muss ich jetzt doch auf meinen Plan B zurückgreifen und werde beim Ironman Switzerland in Zürich mein Debut geben. Es tut mir leid für die Gönner, die mich beim letzten Event nach Klagenfurt "schickten", aber wer weiss, vielleicht musste es ja so kommen mit dem "Zwangsentscheid" Zürich, auf den ich mich jedoch freue. So kann ich versuchen, mein Defizit im Schwimmen noch mehr zu verringern und ev. hat es ja auch den einen oder anderen Gönner mehr an der Strecke, der mich anfeuert.

Die letzten Wochen waren gespickt mit vielen harten Trainings und dabei habe ich viele Wettkämpfe in meinen Aufbau eingebettet. Nach dem Intervall Duathlon bestritt ich ganz spontan den Winterthurer Halbmarathon. Die Strecke war zu 80 Prozent auf Naturwegen, gilt als eher langsam und trotzdem bin ich mit meinem vierten Rang in 1:11:08 nicht zufrieden. Die ersten beiden Ränge waren mit Trainingskollege Moha und einem anderen Afrikaner unerreichbar, aber der dritte Rang hätte möglich sein müssen. In diesem Rennen hatte ich auch erstmals Schwindelgefühle und ich musste gegen Schluss des Rennens sogar abbremsen und langsamer weiterlaufen, damit ich überhaupt finishen konnte. 

Die darauffolgende Woche war nochmals äusserst intensiv, immer hart am Limit und in Beobachtung meiner Schwindelgefühle und fortan bekam ich wieder ein besseres Gefühl und ging optimistisch an den Gürbetal Duathlon, denn ich aus dem Training heraus "mitnehmen" wollte. Zuerst gab es ein Einzelzeitfahren mit anschliessenden Lauf im Jagdformat, dies bei brütender Hitze. Die erste der drei Radrunden war noch OK, anschliessend musste ich unglaublich leiden und das gute Gefühl war weg. Im Ziel war ich dann so was von fertig, dass ich keine Ahnung hatte, wie ich den coupierten Lauf in einigermassen anständigem Tempo absolvieren soll. Wahrscheinlich war die intensive Woche nach dem Halbmarathon einfach zu viel und ich hatte keine Chance, als mich Andre Moser und Gabriel Lombrisser überholten. Sogar der Versuch, dranzubleiben, scheiterte. Ich erreichte völlig entkräftet und enttäuscht als Dritter das Ziel, 30 Sekunden hinter Moser und Lombriser, die sich ein unglaubliches Sprintfinish lieferten.

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Meine Schwindelgefühle begleiteten mich auch die Woche über und ich ging mit gemischten Gefühlen am kommenden Sonntag ans nächste Duathlon Point Race, den Mörlialp Duathlon. Noch am Morgen beim Aufstehen war ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt gehen sollte.
Im Kanton Obwalden in Giswil fand dieser spezielle Duathlon statt. Zuerst gab es einen welligen neun Kilometer langen Geländelauf, danach ging es mit dem Rad 11 Kilometer lang und 850 Höhenmeter auf die Mörlialp . Somit gab es die erste Duathlon Zielankunft mit dem Fahrrad. Hier kam für einmal nicht das Zeitfahrrad zum Zug, sondern die möglichst leicht aufgebauten Strassenräder. Da ich besser vorbereitet sein wollte wie am Gürbetaler, nahm ich zuvor etwas Training zurück, hatte aber trotzdem recht Respekt vor den Gegnern. Gleich nach dem Startschuss ging es recht zügig zur Sache und immer mehr Athleten vielen dem hohen Anfangstempo zum Opfer. Am meisten aufs Tempo drückte der deutsche Felix Köhler und ich war es, der ihm am längsten folgen konnte. Am Schluss wechselte ich rund eine halbe Minute hinter ihm aufs Rad und holte ihn auch gleich anfangs Steigung ein. Danach konnte er zwar noch einige Zeit mein Hinterrad halten und ich merkte erst hier, wie hart es ist, nach einer schnellen Laufvorbelastung mit dem Fahrrad einen Berg hoch zu fahren. Dies spürte jedoch Köhler auch und er musste bald abreissen lassen. So gewann ich mit knapp einer Minute Vorsprung mein erstes Rennen in dieser Saison, was mich sehr optimistisch stimmt. 

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Es ist schön zu sehen, wie sich die Duathlonszene in der Schweiz immer grösserer Beliebtheit erfreut und die Teilnehmerzahlen und das Niveau wieder stark am Steigen sind. Für mehr Infos zur Serie:

http://www.produathlon.ch/ 

Meine aktuelle Formkurve zeigt zwar nach oben, doch bin ich noch nicht dort, wo ich gerne sein möchte. Meine Schwindelgefühle sind immer noch leicht da, doch habe ich jetzt bis zu meinem ersten Ironman noch etwas mehr Zeit, als wenn ich in Klagenfurt gestartet wäre.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten!

Beste Grüsse Andy